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Ein besonderer Tagesausflug nach Hamburg

27. Juli 2022


Es war ein langer Tag. Und: Es war ein schöner Tag! Dieses Fazit stand beim Abschied der Reisegruppe um 21:00 Uhr am Sonntag, den 10. Juli für alle Teilnehmer*innen fest.

Bei UNTERWEGS – Die Reise GmbH waren noch Spendenmittel für aus der Ukraine Geflüchteter vorhanden. Diese sollten sinnvoll verwendet werden. Gleichzeitig sollte die Solidarität mit Geflüchteten auch aus anderen Ländern aufrechterhalten bleiben. Um dieses Doppelinteresse zu lösen, sprach UNTERWEGS die Migrationsberatung der Arbeiterwohlfahrt AWO Braunschweig an. Bei einem ersten Gespräch mit dem Leiter der AWO wurde schnell deutlich, dass es eine gemeinsame Zielsetzung gab: Den Geflüchteten etwas Ablenkung zu bieten und Deutschland als freundliches Gastgeberland zu präsentieren.

Die Migrationsberatung befragte daraufhin ihre Klienten*innen nach deren Ausflugswünschen nach deren Wünschen. Die Antwort: Tagesfahrten in erreichbare Großstädte. Die Aufgabenteilung war: Die Migrationsberatung sollte die Ausschreibung planen und die Fahrgäste einladen. UNTERWEGS sollte den Bus und die Fahrer*in stellen.
Zunächst wurde ein Tag Hamburg klassisch geplant: Ein Bummel durch Altona zu den Landungsbrücken mit einer anschließenden Hafenrundfahrt. Danach Zeit für eigene Spaziergänge durch den Hafen und die Speicherstadt. Wer wollte, konnte dort das Miniaturwunderlandbesichtigen. Für alle gemeinsam dann eine orientierende Stadtrundfahrt mit Halt am Rathaus und ein abschließender Rundgang bei Planten un Bloomen.

Am zehnten Juli früh um 7:00 Uhr trafen sich alle bei sonnigem Wetter am Busbahnhof in Braunschweig. Manche von ihnen mussten zunächst mit dem Zug aus der Region anreisen. Ein mehrsprachiges Guten Morgen wies auf eine Gruppe aus mehreren Nationen hin. Freundlicherweise nahmen zwei Russisch sprechende Mitarbeiterinnen der AWO an der Fahrt teil. Neben dem Dolmetschen übernahmen sie die Organisation und Durchführung der Zwischenzeiten und im Miniaturwunderland. An dieser Stelle ein großes Danke für diese gute und herzliche personelle Unterstützung!
Ein kleines Problem stellte der an diesem Sonntag stattfindende Hamburg Marathon dar, denn so mussten alle beim Spaziergang durch Hamburg-Altona einen kleinen Umweg gehen, um oberhalb der Landungsbrücken einen Blick auf den Hafen werfen zu können. Aber alle wurden mit einem herrlichen Panorama belohnt.

Unterwegs – Die Reise GmbH hatte die Hafenrundfahrt geplant und der richtige Anlegeplatz des komfortablen Schiffs war schnell gefunden. Die Tour führte durch die Containerterminals und stadtnahen Hafenanlangen. Wieder mit festem Boden unter den Füßen folgten eigene Erkundungen über die Hafenmeile, vorbei an der Elphie in die alte Speicherstadt.

Die Migrationsberatung Braunschweig der AWO lud dann zur Reise um die Welt ins Miniaturwunderland ein. Welch ein Erlebnis: Überall in der Gruppe waren ungläubige und strahlende Augen zu sehen. An diesem Ort ist Hamburg buchstäblich das Tor zur Welt.

Aufgrund des Marathons musste der Bus weiter entfernt parken, stand dann aber pünktlich um 16:00 Uhr vor dem Miniaturwunderland. Beeindruckt von den vielfältigen Eindrücken stiegen die 48 Fahrgäste wieder und ließen sich von Stadtführer Bodo in den nächsten 90 Minuten die Kontraste zwischen dem alten und neuen Hamburg zeigen und erklären.

Die Rundfahrt endete bei Planten un Bloomen, wo alle noch Zeit für einen ausgiebigen Spaziergang hatten, bevor es auf die staufreie Fahrt zurück nach Braunschweig ging. Um 21:00 Uhr stiegen die Fahrgäste sichtlich beeindruckt aus dem Bus und verabschiedeten sich müde, aber fröhlich voneinander.

Der Tagesausflug war bestens abgesprochen geplant und durchgeführt, die Zusammenarbeit zwischen der Migrationsberatung der AWO Braunschweig und UNTERWEGS – Die Reise GmbH verlief bestens.
Und für beide Seiten war das begeisterte Staunen der Fahrgäste spürbar, dass ihnen diese Fahrt ermöglichst wurde. Diese Begeisterung wurde beim Ausstieg mehrfach und sehr von Herzen als DANKE mitgeteilt.

Unterwegs Reisen aus Braunschweig unternimmt einen Tagesausflug mit Flüchtlingen aus der Ukraine.

Weitere Hilfsfahrten für die Ukraine

17. Mai 2022

Bereits im März war UnterWegs an die ukrainische Grenze gefahren, um Geflüchtete aus dem Kriegsland zu retten, siehe der Bericht weiter unten. Hier kommt eine Rückschau unserer beiden letzten Touren, um weitere geflüchtete Ukrainer*Innen mit dem Bus nach Deutschland zu holen

Am 4. April starteten wir vollbeladen mit unterschiedlichsten Hilfsgüter nach Rumänien. Kurz vor Abfahrt wurde umdisponiert: Es ging nicht wie geplant an die rumänisch-ukrainische Grenze nach Siret, sondern nach Bukarest, weil viele Geflüchtete mittlerweile direkt mit der Bahn und lokalen Bussen dorthin gebracht werden. Die erste Etappe führte uns bis Arad, wo abends um 22:00 Uhr im Hotel ankamen. Am nächsten Morgen ging es in das nur 50 Minuten entfernte lokale Busdepot in Lipova weiter, wo in Windeseile der Bus leer- und in einen Hänger zum Weitertransport an die Grenze eingeräumt wurde. Danach fuhren wir über die Landstraße am Flusslauf des Mures und später des Olt entlang. Es ist eine beeindruckende Landschaft. Die Häuser in den Ortschaften haben immer ein gepflegtes Gärtchen davor. Die letzten 120 km führten über eine Autobahn durch eine weite Landschaft mit hohen, schneebedeckten Bergen am Horizont.

In Bukarest kamen wir abends um 19:00 im Hotel an, leider war die Küche bereits geschlossen und wir zu erschöpft von den vielen Eindrücken und dem langen Tag, um noch auf Suche zu gehen. Unsere beiden Dolmetscherinnen Tanja und Oxana und zwei der deutschen Organisatoren, Kevin und David, waren mit dem Flugzeug vorausgereist, wir verabredeten uns für den nächsten Morgen.

Am Donnerstag fuhren wir mit dem Bus zum Bahnhof von Bukarest. Es ist eine etwas unglückliche Parksituation, da es dort noch eine Taxenspur zwischen Bus und Bürgersteig gibt. Nur mit Hilfe der rumänischen Helfer gelang es ohne Zwischenfälle, die Geflüchteten nebst dem teilweise recht umfangreichen Gepäck in den Bus zu manövrieren. Mit 51 Geflüchteten und einem kleinen Hund traten wir gegen 11:00 die Rückreise an. Es lagen wieder knapp 2000 Kilometer vor uns.

Im Bus sitzen wieder alle Altersgruppen dabei, vom 80jährigen Großvater bis zum halbjährigen Säugling. Es ist rührend zu sehen, wie die älteren Geschwister aufpassen, dass das Baby der Mutter, während sie schläft, nicht vom Schoß rutscht und die älteren wie selbstverständlich die Verantwortung für die jüngeren Geschwister übernehmen.

Sergiy spricht ganz gut Englisch und erzählt, dass er seine Frau und seinen dreijährigen Sohn in Mariupol verloren hat und nun zu Freunden nach Norwegen reisen möchte. Er ist sehr hilfsbereit, kocht und serviert Kaffee und Tee.

Gegen zehn Uhr abends erreichen wir die rumänisch-ungarische Grenze. Zunächst große Erleichterung, weil nur drei Busse vor uns standen, aber die Ernüchterung kommt schnell, als der rumänische Zollbeamte die Ausweispapiere einsammelt und meint, es würde mit der Abfertigung wohl drei Stunden!!! dauern. Fast die Hälfte der Gruppe hat keinen Pass, sondern lediglich eine Geburtsurkunde, und so besteht der ungarische Zollbeamte darauf, dass sich diese Menschen alle fotografieren lassen, Fingerabdrücke machen lassen müssen und ein vorübergehendes „Dokument“ erhalten. Draußen ist es kalt, die Räumlichkeiten sind unbeheizt. Nach vier Stunden können wir endlich unsere Fahrt fortsetzen.

Am nächsten Morgen steigt ein ausgeruhter, neuer Fahrer in den Bus und fährt die Gruppe zum ZOB in Braunschweig, wo dann einige sofort mit der Bahn zu Freunden weiterfahren und die restliche Gruppe dann von Privatpersonen untergebracht und betreut werden.

Am ersten Mai-Wochenende waren wir wieder unterwegs zur polnischen Grenze in Przemysl. Den Bus hatten wir bereits am Vortag bis zur kleinsten Lücke mit Hilfsgütern, Rollstühlen, Rollatoren, Feuerlöschern und weiterer Ausrüstung bepackt. Dieses Mal waren die Übersetzerinnen Larisa und Olga mit dabei. Morgens um 6:00 ging es los, um 18:00 Uhr waren wir im Hotel in Debica, dieses Mal gab es ein leckeres Abendessen mit Bortsch und Pirogi.

Da die Helfer zum Entladen des Busses erst um 10:00 Uhr am vereinbarten Treffpunkt sein würden, hatte Larisa die Organisation in Lwiw benachrichtigt, die Geflüchteten erst zu 11:00Uhr loszuschicken. Sie wurden mit einem ukrainischen Reisebus zu unserem Treffpunkt gebracht. Das alles klappte prima bei schönstem Sonnenschein, wir nahmen 43 Geflüchtete sowie zwei Hunde und eine Katze auf. Auch dieses Mal waren alle Altersgruppen vertreten, von einem siebenmonatigen Säugling bis hin zu über 70ig jährigen Menschen.

Gegen 23:00 Uhr waren wir in Leipzig, wo die Geflüchteten von der Landesaufnahmestelle in Empfang genommen, getestet und registriert wurden.
Die Frau mit den beiden Hunden fuhr bis Braunschweig mit und wollte dort den ersten durchgehenden Zug um 6:00 nach Mannheim nehmen. Die zwei Stunden bis zur Abfahrt durfte sie freundlicher Weise im Intercity Hotel am Bahnhof im warmen Foyer verbringen.

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Wir freuen uns über Spenden zur Unterstützung unserer Fahrten mit den Flüchtenden. Wir sammeln gerne die Spenden ein und werden diese dann an die entsprechenden gemeinnützigen Partnerorganisationen, mit denen wir diese Transporte auf die Beine stellen, weiterleiten.
Diese Organisationen werden dann von euren Spenden unsere Selbstkosten wie Diesel und Maut etc. bezahlen.
Von der jeweiligen Partnerorganisation erhaltet Ihr dann – wenn gewünscht – auch eine Spendenbescheinigung.

Konto bei der GLS: DE39 4306 0967 8019 3657 00

Tag des offenen Radanhängers

05. März 2022

Wer sich für Reisen inklusive Fahrradtransport interessiert und den Radanhänger und die modernen Reisebusse der Firma UnterWegs einmal „live“ erleben möchte, kann am 02. April 2022 (zwischen 11:00 und 16:00 Uhr) gerne zum Betriebshof der Firma kommen.

Die Adresse lautet:
Im Steinkampe 10a
Braunschweig-Wenden.

Mitarbeiter*innen sind vor Ort und freuen sich über viel Besuch, Kaffee und Kuchen stehen bereit.
Zusammen mit dem ADFC – Braunschweig und der versierten Tourguide Steffi bieten wir zusätzlich eine Radtour ab BS-Stadtmitte zu unserem Betriebshof an.

Hilfe für die Ukraine

10. März 2022

Soziale Verantwortung hat in der Philosophie der Firma UnterWegs – Die Reise GmbH seit jeher einen hohen Stellenwert. So war schnell klar, dass angesichts des Krieges in der Ukraine Hilfe für die Geflüchteten geleistet werden sollte.
Am kommenden Wochende werden wir zum dritten Mal an die Grenze fahren.

Hier könnt ihr den Reisebericht unserer Fahrer und Fahrerin zu der Aktion lesen:

→ Zum Reisebericht

Wir freuen uns über Spenden zur Unterstützung unserer Fahrten mit den Flüchtenden. Wir sammeln gerne die Spenden ein und werden diese dann an die entsprechenden gemeinnützigen Partnerorganisationen, mit denen wir diese Transporte auf die Beine stellen, weiterleiten.
Diese Organisationen werden dann von euren Spenden unsere Selbstkosten wie Diesel und Maut etc. bezahlen.
Von der jeweiligen Partnerorganisation erhaltet Ihr dann – wenn gewünscht – auch eine Spendenbescheinigung.

Konto bei der GLS: DE39 4306 0967 8019 3657 00

Tag des offenen Radanhängers

05. März 2022

Wer sich für Reisen inklusive Fahrradtransport interessiert und den Radanhänger und die modernen Reisebusse der Firma UnterWegs einmal „live“ erleben möchte, kann am 02. April 2022 (zwischen 11:00 und 16:00 Uhr) gerne zum Betriebshof der Firma kommen.

Die Adresse lautet:
Im Steinkampe 10a
Braunschweig-Wenden.

Mitarbeiter*innen sind vor Ort und freuen sich über viel Besuch, Kaffee und Kuchen stehen bereit.
Zusammen mit dem ADFC – Braunschweig und der versierten Tourguide Steffi bieten wir zusätzlich eine Radtour ab BS-Stadtmitte zu unserem Betriebshof an.